Hunger vor der Yogastunde? Das ist keine gute Idee! Das habe ich gemerkt als ich mit Yoga begann. Wenn ich vorher wenig gegessen habe, war ich während der Yoga-Einheit kraftlos, schlapp und müde. Die Stunde hielt ich nur mühsam durch. Und dann bekam ich nach den vielen Asanas einen riesigen Heißhunger. Wenn ich kurz vorher eine richtige Mahlzeit einnahm, bemerkte ich das mit Bauschmerzen und Völlegefühl. So ging das nicht weiter. Ab sofort musste ich mein Essen vor und nach der Yoga-Einheit planen! Wie eine clevere Auswahl an Lebensmitteln und Nährstoffen ausschauen soll, beschreibe ich nun in folgendem Artikel.

Kleine Snacks geben Kraft vor dem Yoga

Die Lieblingszeit für meine Yoga-Einheit zu Hause ist am Morgen. Den Sonnengruß & Co. übe ich noch vor dem Frühstück, denn mit einem vollen Bauch trainiert es sich nicht gut. Größere Speisen unmittelbar vor der Yoga-Praxis machen träge und belasten den Organismus. Zudem kann es zu Bauchweh, Blähungen und Magendrücken kommen. Grundsätzlich empfehle ich, dass die letzte große Mahlzeit etwa zwei bis drei Stunden zurückliegen sollte, bevor mit der Yoga-Einheit gestartet wird. Doch nicht immer passt Yoga zeitlich in die frühen Morgenstunden. Oft übe ich auch am Nachmittag. Damit ich nicht mit knurrenden Magen und wenig Energie übe, gönne ich mir etwa 30 Minuten vor den Asanas einen leichten Snack. Dabei ist Leichtverdauliches, wie Obst, Joghurt, ein kleines Müsli, Energiekugeln oder eine Handvoll Mandeln empfehlenswert. Dies sind ideale Energiegeber vor der Yoga-Stunde und belasten den Körper und die Verdauung nicht so stark. Und das Gute ist: der Heißhunger nach dem Yoga tritt nicht mehr auf.

Essen nach dem Yoga

Eine kohlenhydratreiche Mahlzeit gibt mir neue Power und Kraft. Das können ein bis zwei Scheiben Vollkornbrot mit einem Avocado- oder Cashewaufstrich und Gurkenscheiben, Haferflocken mit Beeren und Joghurt, ein Tomaten-Salat mit Vollkornnudeln, Gemüse mit Getreide oder eine ayurvedische Gemüsesuppe sein. Wenn es mal schnell gehen muss, bereite ich mir einen Shake mit Magerquark, Bananen, Erdnussmus und Haferflocken zu. Insbesondere eine proteinreiche Mahlzeit, mit Fisch, Hülsenfrüchten, magerem Fleisch, Milchprodukten und Getreide, sind nach einer intensiven Yoga-Stunde besonders geeignet. Da haben die Muskeln gleich Futter zum Wachsen und Kohlenhydrate für die Regeneration.

Trinken vor und nach dem Yoga

Bevor ich in die Yoga-Stunde gehe trinke ich gerne noch einen Schluck Kräutertee oder stilles Wasser. Aber nicht zu viel, damit ich nicht während der Einheit das stille Örtchen besuchen muss. Nach einer längeren Yoga-Session fülle ich die leeren Flüssigkeits- und Energiespeicher direkt danach mit etwas zu Trinken auf. So werden die Verluste an Wasser und Mineralstoffen ausgeglichen. Mineralwasser oder ungesüßter Tee versorgen den Körper mit Flüssigkeit. Eine Saftschorle oder Kokoswasser geben zudem dem Körper Mineralstoffe.

Für das Essen vor und nach dem Yoga habe ich zwei Ideen zusammen gestellt. Das Tolle dabei ist: Die Rezepte lassen sich gut vorbereiten und transportieren. Guten Appetit! 

Diese Energiekugeln geben Power vor dem Yoga

Essen vor dem Yoga

Vegane Kokos-Power-Kugeln
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Zutaten für ca. 20–24 Stück
50 g getrocknete Datteln (ohne Stein)
100 g getrocknete Aprikosen
30 g gemahlene Haselnüsse
50 g zarte Haferflocken
3 EL Agavendicksaft
1 Prise Vanillepulver
10 g Kokosraspel

Zubereitung:

  1. Datteln und Aprikosen mit einem Blitzhacker oder einem großen Messer klein hacken und in eine Schüssel geben.
  2. Nüsse, Haferflocken, Dicksaft und Vanille zu den Trockenobst geben und mit einander verkneten bis eine homogene Masse entsteht.
  3. Aus der Masse mit den Händen kleine Kugeln formen und in den Kokosraspeln wenden.

Diese Salat liefert komplexe Kohlenhydrate, Eiweiß und Vitalstoffe. So können Sie die Speicher nach dem Yoga wieder auffüllen und die Muskeln aufbauen.

Essen vor und nach dem Yoga

Perlgraupensalat mit Kichererbsen und Himbeerdressing
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Zutaten für 2 Personen
100 g Perlgraupen
Salz
30 g getrocknete Aprikosen
50 g Rucola
1 TL Sesamsamen
100 g Himbeeren
2 EL Olivenöl
1 TL Honig
1 EL Zitronensaft
Pfeffer
150 g Kichererbsen (Dose, abgetropft)
1 TL Schwarzkümmelsamen

Zubereitung:

  1. Perlgraupen in der doppelten Menge Salzwasser etwa 20 Minuten bissfest garen und abkühlen lassen. Inzwischen Aprikosen klein schneiden. Den Rucola waschen, trocken schütteln und klein schneiden. Die Perlgraupen mit Aprikosen, Rucola und Sesam vermengen.
  2. Himbeeren waschen und die Hälfte beiseite legen. Die andere Hälfte mit Öl, Honig und Saft gut verquirlen bis die Himbeeren zerquetscht sind. Dressing mit Salz und Pfeffer würzen und unter die Salatzutaten mischen. Noch einmal mit Salz abschmecken.
  3. Die Kichererbsen mit den Schwarzkümmelsamen vermischen über den Salat geben. Salat mit den restlichen Himbeeren bestreut servieren.

Tipp: Der Salat schmeckt auch mit Reis, Hirse oder Couscous statt dem Quinoa.